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Das Wesen

Der Beauceron
       
Hunde-Daten- Übersicht    

Herkunft: Frankreich
Zucht seit ca.: 1893 erster Zuchtbucheintrag in Frankreich, seit 1986 wird der Beauceron auch in Deutschland gezüchtet.
Gewicht: Rüde ca. 45 Kilo, Hündin ca. 36 Kilo
Widerristhöhe: Rüden 65 bis 70 cm, Hündinnen 61 bis 68 cm
FCI-Standard-Nr. 44 
Gruppe: FCI-Gruppe I Hüte- und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)
Sektion: 1: Schäferhunde
Weitere Namen: Berger de Beauce, Bas Rouge
       
Ursprünglicher Einsatz     Hüte- und Gebrauchshund zum Hüten und Verteidigen von Schaf- oder Rinderherden
       
Heutiger Einsatz     Sein heutiger Einsatzbereich umfasst ein wesentlich breiteres Spektrum. Mittlerweile ist er zum „Allrounder“ geworden. So findet er auch bei Polizei, Rettungsdiensten oder beim Zoll sein Aufgabenfeld.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts gewann der Beauceron zunehmend an Beliebtheit als Familien- und Sporthund. Seine Intelligenz und Lernbereitschaft sowie ein ausgeprägter Spiel- und Beutetrieb bieten gute Voraussetzungen, um in allen möglichen Sparten erfolgreich zu sein.Aufgrund der längeren Entwicklungszeit bis zu seiner körperlichen- und geistigen Reife, braucht es etwas Geduld und Einfühlungsvermögen. Seine Konzentrationsfähigkeit ist als Junghund meistens nicht sehr ausgeprägt, aber bei richtiger Ausbildung, mit kurzen Übungssequenzen, ist er mit Enthusiasmus bei der Sache.
       
Geschichte und Einsatzgebiete     Der Beauceron gehört zu den ältesten Hütehundrassen Frankreichs, die ihren Ursprung in den verschiedensten Schäferhundrassen haben. Die Aufgabe des Beaucerons war es, die Herden sicher zu ihren Weideflächen zu treiben, sie zu hüten und notfalls gegen Feinde zu verteidigen.

 



Im Jahr 1809 erwähnte der Abt Rozier zwei Schäferhundrassen. Einen kurzhaarigen und einen langhaarigen Typ. Dies waren wahrscheinlich die Vorgänger des heutigen Beaucerons und des Briards.

Auf der ersten Hundeausstellung 1863 in Paris wurden bereits 13 beauceronähnliche Hunde gezeigt und 1888 wird der „Berger de Beauce“ erstmals namentlich von dem Kynologen Pierre Megnin erwähnt. Im Jahre 1896 unterschied eine Kommission offiziell zwischen dem Kurz- und Langhaarschäferhund. Die langhaarigen Hunde nannte man „Berger de Brie“ (Briard) und die stockhaarigen Hunde nannte man „Berger de Beauce“ (Beauceron). Es handelte sich dabei lediglich um eine Unterscheidung und nicht um den Ursprung der Rassen.

Die Beaucerons hatten meist kurzes schwarzes Fell mit lohfarbenen Abzeichen über den Augen, unter dem Kinn und auf der Brust. Ebenso wiesen die Läufe diese Abzeichen auf, weshalb sie auch „Bas Rouge“ – „Rotstrumpf“ genannt wurden. Vereinzelt gab es noch weitere Farbvarianten, wie zum Beispiel ganz schwarz, grau, braun, fauve oder grau mit schwarzen Flecken und den typischen lohfarbenen Abzeichen (Harlekin). Heute sind nur noch zwei Farbvarianten zugelassen: schwarz-lohfarben („noir et feu“) oder grau mit schwarzen Flecken und lohfarbenen Abzeichen („arlequin“).

An den Hinterläufen befinden sich doppelte Afterkrallen (Polydaktylie), die dominant vererbt werden. Über den Grund des Vorhandenseins gibt es einige Theorien. Die historisch wahrscheinlichste ist, dass die Schäfer früher – lange bevor es einen Standard gab – immer die Tiere behielten und später miteinander verpaarten, die sich am besten zum Hüten und Bewachen der Herde eigneten. Die Afterkrallen sind deshalb ein traditionelles Rassekennzeichen.

Die Ohren wurden naturbelassen aufrecht getragen oder sie wurden kupiert. Inzwischen dürfen die Ohren in fast allen Ländern nicht mehr kupiert werden. In Frankreich wurde ab Mai 2004 das Kupierverbot eingeführt. Die relativ kleinen Ohren sollen nun hängend und nicht als Stehohr getragen werden.

1911 wurde der „Club les Amis du Beauceron“ gegründet, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Rasse des Beaucerons zu erhalten und zu verbessern. Der erste Rassestandard in Frankreich wurde 1923 durch die Societé Centrale Canine (SCC) anerkannt. Die Anerkennung durch den Welthundeverband (FCI) erfolgte 1965.

Ende des 19. Jahrhunderts führte ein starker Rückgang der Berufsschäfer auch zu einem starken Rückgang des Beaucerons. Dank seiner vielfältigen Fähigkeiten konnte er aber wieder Fuß fassen und wurde bei Polizei, Militär, im Objektschutz sowie in zivilen Hilfs- und Rettungsdiensten erfolgreich als Gebrauchshund eingesetzt.
       
Heute - Verhalten und Charakter     Der Beauceron wird gerne als „Landedelmann“ (gentilhomme campagnard) bezeichnet. Er ist edel im Ausdruck und bodenständig in seiner Art.

Fremden gegenüber zeigt er sich eher neutral oder zurückhaltend, während er zu seiner Familie er eine tiefe Bindung entwickelt. Er geht ausgesprochen geduldig und nachsichtig mit Kindern und alten Menschen um. Diese Verhaltensweisen liegen begründet in seiner Eigenschaft als Hütehund, der sorgsam mit Lämmern und kranken Schafen umgehen musste, im Zweifelsfall aber die Herde gegen Eindringlinge schützen musste.

Die Rasse ist noch recht ursprünglich, da der Beauceron nie als Modehund entdeckt wurde. So konnte er als zuverlässiger, ausdauernder und aktiver Gebrauchshund erhalten werden.
Der Beauceron ist mutig, aber nie aggressiv und mit Leidenschaft bei der Arbeit. Sein hohes Maß an Eigenständigkeit erfordert allerdings eine konsequente, aber einfühlsame Erziehung und stellt oftmals eine Herausforderung für seinen Besitzer dar. Trotzdem ist er ein idealer Begleiter für aktive Menschen mit Geduld und einer großen Portion Individualismus.
       
Pflege     Das stockhaarige Fell des Beaucerons erfordert wenig Pflege. In der Regel reicht es aus, abgestorbene Haare und Unterwolle auszubürsten. Die Afterkrallen sollten gelegentlich gekürzt werden, da sie sich nicht „ablaufen“.
       
Spezifische Erkrankungen     Der Beauceron gehört noch zu einer gesunden und robusten Rasse mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von zehn bis zwölf Jahren. Typische Erkrankungen sind nicht bekannt. Trotzdem können Krebs oder Erkrankungen, die vor allem große Hunde betreffen, vorkommen.

Wir haben für uns als Züchter den Untersuchungsumfang erweitert. Wir lassen unsere Zuchttiere auf HD, ED,  erst im Alter von zwei Jahren röntgen. Des weiteren werden alle unsere Hunde die zur Zucht eingesetzt werden auf eine Vielzahl von Augenerkrankungen untersucht.

Da der Beauceron eine hohe Schmerztoleranz hat, sind Verletzungen oder ernstere Erkrankungen nicht immer leicht zu diagnostizieren.


Familie und Sozialisation


Der Beauceron liebt seine Familie. Meist folgt er, wenn er kann, seinen Menschen auf Schritt und Tritt. Er ist als Rudeltier nicht für die Zwingerhaltung geeignet, er gehört ins Haus zu seinen Menschen. Aber natürlich kann er auch einige Zeit alleine bleiben, wenn dies von klein auf regelmäßig in kleinen Schritten geübt wird.

Man sagt dem Beauceron viel Kinderliebe nach. Die sonst so derb spielenden Hunde können dann ihre Kräfte sehr fein dosieren. Trotzdem müssen Hund und Kind beim gemeinsamen Spiel unter Kontrolle der Erwachsenen bleiben, die dann gelegentlich dämpfend eingreifen können.

Familienidylle Hunde, bei denen nicht klar die Rangeinweisung erfolgt, Hunde, die in ihren Menschen keinen Rudelführer erkennen können, übernehmen notgedrungen selbst die Führung und disziplinieren dann ihre Familie. Und Hunde, die keine Ruhe vor Kindern finden können, von diesen geneckt und genarrt werden, erwehren sich irgendwann dieser Belästigung. Dies ist ein normales Verhalten und liegt in der mangelnden Verantwortung der Erwachsenen für Hund und Kind begründet. Vieles hängt eben von der Erziehung ab, also vom oberen Ende der Leine.

Und genauso selbstverständlich ist es, dass Hunde - egal welcher Rasse - von klein auf sozialisiert werden müssen. Hier kann der Züchter nur den ersten, wenn auch wesentlichen Grundstein legen. Aber genauso wichtig ist es, dass der Welpenerwerber auf dieser Basis aufbaut und weitermacht. Denn was ein junger Hund nicht kennen lernt, dass macht ihm im Alter Angst. Da nützt es auch wenig, wenn die Rasse im allgemeinen als nervenstark bezeichnet werden kann. Denn: Nur ein gut sozialisierter, gut erzogener Beauceron ist auch ein wirklich toller Beauceron.

 

 

 

 

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(25 Stimmen)
Letzte Änderung am Dienstag, 24 März 2015 20:34
La-Beauceron

"Auf den Beauceron stießen wir durch Zufall durch einen Zeitungsartikel. Also informierten wir uns weiter im Internet, wobei wir uns spontan in diese imposante Hunderasse verliebten!"

Webseite: www.la-beauceron.de

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1 Kommentar

  • Michael

    Eine sehr schöne Internet Seite haben sie. Mit sehr vielen Informationen über die schöne Rasse Beauceron. Danke für das Nette Gespräch

    Familie Groß

    Michael Mittwoch, 24. September 2014 07:57 Kommentar-Link

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"Auf den Beauceron stießen wir durch Zufall durch einen Zeitungsartikel. Also informierten wir uns weiter im Internet, wobei wir uns spontan in diese imposante Hunderasse verliebten!"

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