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Hier können sie alles Über den Beauceron Lesen und auch einige Videos sehen.

 

 

Unbekannte Nachbarn

 

Ganz im Gegensatz zu anderen europäischen Hütehunderassen blieben die nützlichen Helfer der Schäfer in unserem westlichen Nachbarland Frankreich selbst manchem wohlinformierten Hundefreund lange unbekannt.

 

Englische Hütehunde - Collie und Bobtail, belgische Schäferhunde, Bouvier des Flandres und Schweizer Sennenhunde, Kuvasz, Puli und Komondor, sind hierzulande vielen Hundefreunden geläufige Vertreter der hütenden oder treibenden Rassen, seit langem auf jeder größeren Hundeausstellung anzutreffen und in etlichen Zuchtstätten des deutschsprachigen Raumes zu erwerben. Die Frage nach einem „französischen Schäferhund" bleibt aber noch immer oft unbeantwortet. Allenfalls der Briard ist in den letzten Jahren einem etwas größerem Publikum bekannt geworden; manch ein Ausstellungsbesucher hatte wohl auch das Glück, einen der Bergers des Pyrnenees zu sehen; Beauceron und Picard sind bis heute aber äußerst seltene Erscheinungen geblieben.

Eine kleine Anekdote mag dies verdeutlichen: 1975 brachte eine hundesportbegeisterte Französin eine Beauceronhündin mit in ihre neue Wahlheimat Berlin. Bald der ständigen Frage leid, weshalb die Ohren ihres „Dobermann- oder Rottweilermischlings" kupiert seien, nicht aber die Rute, entschloß sie sich, demjenigen eine Flasche Champagner zu offerieren, der als erster die Rasse erkennen würde. Das edle Getränk konnte noch sechs Jahre im Keller reifen, bevor unsere Französin auf der Straße angesprochen wurde: „Sie haben ja einen Berger de Beauce!" - Später stellte sich heraus, die kundige Passantin besaß seit kurzem den zweiten Beauceron Berlins.

Bis vor wenigen Jahren suchte man in vielen Hundelexika und -büchern meist vergebens nach Rassebeschreibungen der französischen Hütehunde; wurde man dennoch fündig, so blieb die Auskunft oft dürftig und unvollständig, war sogar teilweise ganz einfach falsch.

Diese weit verbreitete Unkenntnis französischer Htttehundrassen sollte eigentlich verwundern, hatten doch schon um die Jahrhundertwende die ersten deutschen kynologischen Gesamtdarstellungen sehr wohl über die Hunde zu berichten gewußt.

 

Bereits in Ludwig Beckmanns „Geschichte und Beschreibung der Rassen des Hundes" aus dem Jahre 1894 finden sich Erklärungen über den „Chien de Beauce" und den „Chien de Brie"; auch auf die „Chiens des Pyrnes" wird hingewiesen:

 

„In Frankreich sind bis jetzt nur zwei Rassen des Schäferhundes anerkannt, nämlich der Chien de Beauce und der Chien de Brie. Ersterer bildet die ältere und größere Form, der Kopf ist leicht, die Schnauze schmal, aber die Stirn breit und erhöht, die Augen klein, rund und lebhaft, die Ohren spitz und kurz. Die Gliedmaßen sind stark und

 

wohlgeformt. Der Rumpf mit derbem, etwas rauhem Stockhaar, die Ruthe dick behaart, buschig, hängend, die Spitze aufwärts gebogen. - Die Farbe schwarz oder graubraun meliert, oftmals gelblich am Bauch und den Läufen, oder mit weißen Abzeichen an den Extremitäten.

 

Die Maße eines guten Hundes dieser „Rasse Beauceronne" sind:

Schulterhöhe 60 cm; von der Nasenspitze bis zum Ruthenansatz 1 m; Länge der Ruthe 43 cm; Umfang der Brust 75 cm; Länge des Kopfes 24 cm; Umfang der Schnauze in der Mitte 24 cm; Umfang des Kopfes vor den Augen 42 cm; Länge des Ohres 8 cm, Umfang des Vorarmes 20 cm.

 

Der,, Chien de Beauce" oder „le Beauceron" wird seit alter Zeit in den Departements „Eure-et-Loir" und „Loir-et-Cher" im Südosten und in einiger Entfernung von Paris gezüchtet. Er wird auch zum Aussuchen der Trüffeln, sowie in einigen Departements zu den Saujagden verwendet, in neuerer Zeit auch als „Kriegshund" erzogen.

Der Chien de Brie, auch Je Labrie oder le Briard genannt, ist die zweite, kleinere französische Schäferhundrasse, welche allgemein für eine Kreuzung zwischen dem alten Chien de Beauce und dem Griffon ä poil long gehalten wird. In der Behaarung hat er viel Ähnlichkeit mit unseren deutschen zottigen Schäferhunden und dem englischen Bobtail. Er ist kleiner als der Chien de Beauce, die Farbe meist schwarzgrau oder graugelb, die Ruthe meist in der Jugend gestutzt, sonst wie unsere zottigen Hunde behaart und getragen. Er wird häufig in den Departements der „Seine-etOise", der „Seine-et-Marne" und der „Aisne" gefunden.

Die oft als französische Schäferhunde bezeichneten Chiens des Pyrenes zählen zu den Hirtenhunden und sind bis jetzt weder streng gezüchtet, noch zuverlässig beschrieben."

Zehn Jahre später erwähnt Richard Strebels „Die deutschen Hunde und ihre Abstammung" acht französische Schäferhundrassen und beschreibt den „Chien de Berger de Beauce" näher:

 

„Frankreich hat an stockhaarigen noch verschiedene Varietäten, deren Beschreibung uns zu weit führen würde und auch nicht im Sinne dieses

Werkes liegt; ich beschränke mich daher kurz mit deren Aufzählung: ‚Chien de Berger de Beauce', wohl der glatthaarigste, meist schwarz oder schwarz mit rostrotem Brand, rotgelb, grau und grau mit schwarzen Platten; der Chien de Berger de Languedoc ein plumper, meist stummelschwänziger Geselle; der Chien de Berger de Picardie, de la Camargue, de la Cran, des Ardennes und des Garrigues."

Hütehunde so gründlich aus unserem Blickfeld verschwanden, so mag dies einmal im Rückgang der großen Schafs- und Viehherden mitbegründet sein, vor allem aber mit dem Zusammenbruch nachbarschaftlicher Beziehungen - infolge der unheilvollen kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Deutschland und Frankreich - in Zusammenhang stehen. Daß für die Beschäftigung mit den „welschen" Hunden keine Sympathien zu Chien de Berger nach Strebel.

Strebels Abbildung zeigt den Berger de Beauce, nicht den der Picardie, wie er irrtümlich annahm.

Auch der Vater des Deutschen Schäferhundes, Rittmeister von Stephanitz widmet in seinem in vielen Auflagen verlegten Werk „Der Deutsche Schäferhund" dessen französischen Vettern einigen Raum, wobei er neben dem Beauceron, dem Picard und dem Briard auch einen Ardennenhund und die Hunde der Pyrenäen (Pyrenäen- Berghund und -Schäferhund) nennt, allerdings unter Umkehrung der heute üblichen Rassebezeichnung.

Doch nicht nur der kynologischen Literatur waren die französischen Hütehunde schon um die Jahrhundertwende bekannt. Daß auch Schäfer und Viehzüchter aus ihren grenzüberschreitenden Geschäften Kontakt mit den Hunden ihrer Berufskollegen von jenseits des Rheines hatten, liegt nahe. Nicht von ungefähr war damals im deutschen Südwesten „Barusch" einer der beliebten Hundenamen, wohl nichts anderes als die Verballhornung des französischen „Bas Rouge" (Rotstrumpf), der landläufigen Bezeichnung für die schwarz-rote Variante des Berger de Beauce. Wenn in späteren Jahrzehnten die französischen

Beauceron, zu Beginn unseres Jahrhunderts, nach v. Stephanitz, 1932.

gewinnen waren, fand dabei durchaus seine Entsprechung auf der anderen Seite der Grenze, wo der Deutsche Schäferhund für lange Zeit zum „Berger Alsacien" wurde, um im Zeitalter nationaler Gegensätze überleben zu können.

Die Annäherung der beiden Staaten in der Nachkriegszeit und der aufkommende Tourismus brachte Hundefreunde wieder in Kontakt mit den vierbeinigen Franzosen, wobei verständlicherweise zuerst der Briard mit seinem aufsehenerregendem Haarkleid hierzulande Freunde finden konnte; auch in seiner Heimat stieg er in der Beliebtheitsskala weit nach oben und belegte zeitweilig in Frankreich hinter dem Deutschen Schäferhund Platz zwei der „Bestsellerliste".

Auch die quirligen Bergers des Pyrnes fanden bald Gefallen bei deutschen Hundeliebhabern, wohingegen Berger de Beauce und der Berger de Picardie selbst in ihrem Heimatland um das Überleben als Rasse fürchten mußten. Ihr Bestand konnte sich erst in den letzten Jahren erholen und vor kurzem wurde nun auch in Deutschland mit ihrer Zucht begonnen.

 

 

Hier können sie einige gezielte Arbeiten mit dem Beauceron Sehen.

 

Agility mit den Beauceron:

 

 

 

 

 

 

Beauceron Beim Schaffe Hütten :

 

 

 

 

 

Beauceron Training zum Wach und Schutzhund vom Welpen alter an:

 

 

 

 

Der Beauceron ist vielseitig einsetzbar und ist heute schon in diversen Einsetzen zu Sehen:

 

Blindenführhund      ( Eine unserer Welpen vom B Wurf  ist ausgebildet wurden als Blindenführhund in der Blindenführhundeschule Kleveland  )

Behinderten Begleithund

Therapie Hund

Zollhund

Lawinenhund

Retungshund

Wach und Schutzhund

Turnierhund Sport

Fährtenhund

Gehörlosenhund

 

 

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Letzte Änderung am Samstag, 14 Februar 2015 10:03
La-Beauceron

"Auf den Beauceron stießen wir durch Zufall durch einen Zeitungsartikel. Also informierten wir uns weiter im Internet, wobei wir uns spontan in diese imposante Hunderasse verliebten!"

Webseite: www.la-beauceron.de

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